Dieses Wochenende stand ganz im Zeichen von “Wir lösen endlich diesen Gutschein ein”. Dieser Gutschein beinhaltete eine Nacht in einem Zimmer der Kette AHORN Hotels – auf zum Seehotel Templin. Da muss man nicht weit fahren und genießt eine Nacht in einem anderen Bettchen. Wenn WIR losfahren, dann hat es immer ein wenig von Loriot und nicht selten möchte ich mir eine Kamera auf dem Kopf installieren, die all diese Gespräche aufzeichnet. Während ich also mit überzogenem Detailbewusstsein die TaschEN packe wird sich auf der andere Seite hingelegt, gewitzelt, ausgeruht und mein Werkeln kommentiert. Also ICH steige ja selten aus dem Losfahrauto aus um etwas zu holen, dass dann doch noch im Zimmer liegt. Dafür vergesse ich aber tatsächlich etwas! 
Wir fahren über die schönen und gleichsam öden Straßen Brandenburgs. Wärend ich fahre und die andere Seite ruht, nicht witzelt und nicht kommentiert, frage ich mich Fragen. Warum gibt es diese Bushaltstellen zu und von denen man nochmal 30 Minuten zu Fuß zum Heim unterwegs ist. Warum werden Straßen mit einem Druchschnittsaufkommen von zwei Autos pro Tag so aufwendig erneuert – und warum Warum eigentlich?
Am Hotel angekommen bietet sich ein irgendwie gewohnter Blick, zumindest, wenn man wie ich aus dem Osten des Landes kommt – ein riesiger Plattenbau – mäßig renoviert. Der Check-In angenehm freundlich, das Zimmer normal ausgestattet. Inklusiv im Gutschein, der Besuch des Hallenbades. Und schwipp schwapp befinde ich mich mittig inmitten von anderen Hotelgästen die sich mittig im Säkulum befinden. Passend klirrt Brunner & Brunner “Wir sind alle über 40″ aus den Lautsprechern. Was soll’s, wie schlimm können 45 Minuten Bahnenziehen unter diesen Umständen schon werden.
Danach ein wenig Sauna, das volle Programm und leise singe ich ” Ich bin noch unter 30″! Danach sind wir platt, schleifen wie hundertjährige im Bademantel durch den Flur des Hotels und ich verpasse liegend gänzlich das Abendprogramm.
Dafür sind wir früh wach und die senile Bettflucht begünstigt einen guten Platz beim Frühstücksbuffet. Wir essen also für den ganzen Tag vor und machen uns dann auf den Weg nach Templin. Bescheidenes kleines Städtchen mit alter Stadtmauer und eben dieser Kirche. Ich gehöre keiner Konfession an, keiner die irgendeinen Namen trägt und doch bin ich gerne zum Gottendienst in der Kirche. Zum großen Teil lausche ich den Predigen und wenn ich auch nicht alles glaube was ich höre, so regt es mich zum Nachdenken an.
Das Gewissen gereinigt geht es nun nach Hause. Er fährt – ich lese – vor. Meine neueste Errungenschaft Bill Bryson “Eine kurze Geschichte der alltäglichen Dinge” und so ist die Heimreise von Ohs, Ahs und Ahas begleitet, oder habt ihr folgendes gewusst:
Die Engländer haben die mittleren Wochentage Tuesday, Wednesday und Thursday nach ihren drei Göttern Tyr, Wotan und Thor benannt. Friday erinnert an Odins Frau Frigg. Oder, dass die Vernichtung von Mais dazu führen würde, dass Ernährungswissenschaftler vor einer Teosintenähre sitzend sich am Kopf kratzen würde. Kurz zusammengefasst, geht es in dem Buch um eine Reise durch das eigene Haus. Zimmer für Zimmer offenbaren sich wirkliche Wunder und eine Menge Wissen. BUCHTIPP!
Fahrend – lesend vergehen die Kilometer und jeder kennt den Abiturschriftzug auf mehr oder weniger aufgemotzten Karren. Ich hatte mal überlegt ob ich Rente 20XX auf mein Fahrrad klebe, aber was wir dann sahen, toppte irgendwie alles:
Und so findet der Anfang möglicherweise in einer Kirche eine jehes Ende plakativ am Honda, morgen fängt Montag an und endet im Friday und wenn ihr in der Woche eine Gabel benutzt:
Warum hat diese eigentlich 4 Zinken? ABER die wirklich wichtigste Frage:
Warum müssen Männer ständig klettern?

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