bitter böse Wahrheit

Es ist mal wieder Zeit für eine Wahrheit. Einst habe ich meinen ökologischen Fußabdruck “berechnet” und so eben habe ich herausgefunden wie viele Sklaven für mein Wohl arbeiten. Wie immer handelt es sich um einen Näherungswert, der, wenn ich ehrlich bin, wohl weiter nach oben steigt, hätte ich all mein Hab und Gut numerisch exakt im Kopf gehabt.
Was mich einigermaßen besonnen stimmt, ist die Tatsache, dass ich im Moment in einem ca. 20qm Zimmer wohne, kein Auto habe und sonst auch auf viel Luxus verzichte. Alles eine Frage der Perspektive, denn für viele ist selbst mein Lebensstandard ein absoluter Luxus. Und so wird mir doch bewusst, dass ich es ganz schön gut habe.

Zu finden ist der Slavery Footprint hier. Ich bin beeindruckt von der Idee und der Liebe zum Detail in der Umsetzung. Ein tolles Projekt! :thumpsup: (gefunden bei Torsten)

Und hier ist sie nun – meine Wahrheit:

Edit: Wie gut, dass ich durch liken, twittern und App laden Free World Points bekommen kann. Frei nach dem Motto: Wenn ich schon so ein neumodisches Luxustelefon habe, dann rette wenigstens die Welt damit ;)

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Kirche, Scheidung und andere alltägliche Dinge

Dieses Wochenende stand ganz im Zeichen von “Wir lösen endlich diesen Gutschein ein”. Dieser Gutschein beinhaltete eine Nacht in einem Zimmer der Kette AHORN Hotels – auf zum Seehotel Templin. Da muss man nicht weit fahren und genießt eine Nacht in einem anderen Bettchen. Wenn WIR losfahren, dann hat es immer ein wenig von Loriot und nicht selten möchte ich mir eine Kamera auf dem Kopf installieren, die all diese Gespräche aufzeichnet. Während ich also mit überzogenem Detailbewusstsein die TaschEN packe wird sich auf der andere Seite hingelegt, gewitzelt, ausgeruht und mein Werkeln kommentiert. Also ICH steige ja selten aus dem Losfahrauto aus um etwas zu holen, dass dann doch noch im Zimmer liegt. Dafür vergesse ich aber tatsächlich etwas! ;)
Wir fahren über die schönen und gleichsam öden Straßen Brandenburgs. Wärend ich fahre und die andere Seite ruht, nicht witzelt und nicht kommentiert, frage ich mich Fragen. Warum gibt es diese Bushaltstellen zu und von denen man nochmal 30 Minuten zu Fuß zum Heim unterwegs ist. Warum werden Straßen mit einem Druchschnittsaufkommen von zwei Autos pro Tag so aufwendig erneuert – und warum Warum eigentlich?
Am Hotel angekommen bietet sich ein irgendwie gewohnter Blick, zumindest, wenn man wie ich aus dem Osten des Landes kommt – ein riesiger Plattenbau – mäßig renoviert. Der Check-In angenehm freundlich, das Zimmer normal ausgestattet. Inklusiv im Gutschein, der Besuch des Hallenbades. Und schwipp schwapp befinde ich mich mittig inmitten von anderen Hotelgästen die sich mittig im Säkulum befinden. Passend klirrt Brunner & Brunner “Wir sind alle über 40″ aus den Lautsprechern. Was soll’s, wie schlimm können 45 Minuten Bahnenziehen unter diesen Umständen schon werden. :) Danach ein wenig Sauna, das volle Programm und leise singe ich ” Ich bin noch unter 30″! Danach sind wir platt, schleifen wie hundertjährige im Bademantel durch den Flur des Hotels und ich verpasse liegend gänzlich das Abendprogramm.
Dafür sind wir früh wach und die senile Bettflucht begünstigt einen guten Platz beim Frühstücksbuffet. Wir essen also für den ganzen Tag vor und machen uns dann auf den Weg nach Templin. Bescheidenes kleines Städtchen mit alter Stadtmauer und eben dieser Kirche. Ich gehöre keiner Konfession an, keiner die irgendeinen Namen trägt und doch bin ich gerne zum Gottendienst in der Kirche. Zum großen Teil lausche ich den Predigen und wenn ich auch nicht alles glaube was ich höre, so regt es mich zum Nachdenken an.
Das Gewissen gereinigt geht es nun nach Hause. Er fährt – ich lese – vor. Meine neueste Errungenschaft Bill Bryson “Eine kurze Geschichte der alltäglichen Dinge” und so ist die Heimreise von Ohs, Ahs und Ahas begleitet, oder habt ihr folgendes gewusst: :idea:
Die Engländer haben die mittleren Wochentage Tuesday, Wednesday und Thursday nach ihren drei Göttern Tyr, Wotan und Thor benannt. Friday erinnert an Odins Frau Frigg. Oder, dass die Vernichtung von Mais dazu führen würde, dass Ernährungswissenschaftler vor einer Teosintenähre sitzend sich am Kopf kratzen würde. Kurz zusammengefasst, geht es in dem Buch um eine Reise durch das eigene Haus. Zimmer für Zimmer offenbaren sich wirkliche Wunder und eine Menge Wissen. BUCHTIPP!
Fahrend – lesend vergehen die Kilometer und jeder kennt den Abiturschriftzug auf mehr oder weniger aufgemotzten Karren. Ich hatte mal überlegt ob ich Rente 20XX auf mein Fahrrad klebe, aber was wir dann sahen, toppte irgendwie alles:

 

Und so findet der Anfang möglicherweise in einer Kirche eine jehes Ende plakativ am Honda, morgen fängt Montag an und endet im Friday und wenn ihr in der Woche eine Gabel benutzt:
Warum hat diese eigentlich 4 Zinken? ABER die wirklich wichtigste Frage:
Warum müssen Männer ständig klettern? :?:

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da war doch was #2…

… oder I like to move.

Wie war das denn eigentlich? Hamburg war – die Stadt in der ich nach meiner Ausbildung einen Job fand. Ditt war im ersten Jahr wirklich knorke.
Aus 27 qm inklusive Bad und Küche wurden 2 Zimmer mit extra Küche – irre cool. Aber all die Dinge stimmten mich nicht sonderlich froh und da musste nach 2 1/2 Jahren ein Plan geschmiedet werden. Mein Plan hieß “Ich gehe!” und wenn ich mir das heute so anschaue – SO würde ich das keine zwanzig Mal mehr machen. Keine zehn Mal, nicht mal fünf Mal ;)
In der neuen Stadt Berlin gab es dann keinen Job, keine 2 Zimmer, keine 27 qm, sondern 13qm für zwei Personen und meine Reisetasche – irre uncool. Dann vergehn erst die Stunden, dann Tage und Wochen und was einen 24/7 beschäftigt ist nur eine Frage: “Was will ich?”
Was ich nicht wollte war Kloßbrühenklar und der Rest? Es war kein Kinderspiel und mein Plan war gar kein Plan, sondern eine farbenfrohe Vorstellung in die ich mich verliebt hatte.
Um es kurz zu machen ;) SO würde ich das gar nicht mehr machen!
In Berlin mache nun meine zweite Ausbildung zur Mediengestalterin und nö, ich bin nicht zu alt und ja, ich denke dabei an später – deswegen SO und nicht anders :)

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ein Baum der sieht

Ein Baum der sieht und schaut und guckt,
sich in seinem Grausein duckt.
Ach, hätt er doch solch Farbenkleid,
tät er sich selbst nicht so viel leid.

Nun steht er da ganz ohne Kleid
keine Spur von großem Neid.
Er grinst und ist ganz ohne Zorn,
Pech gehabt – steh trotzdem vorn. :)

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IDEALISTIC ANIMALS – blond und Jungfrau

Oh man … da gibt es dieses eine Chance und ich vergeige Hollywood.
Ich entzückende Grinsebacke :down:

Es war der 15. September 2011 und via Glück waren da plötzlich zwei Karten für TVnoir frei. Passend, weil es da ja noch so ein “One year anniversary” gab. Ich zoome mal weiter in die Situation :)
TVnoir also – alsooo – ein wirklich schöner Mix aus Konzert, Interview, Entertainment, Spaß und Überraschungen. Zooooom.
In der zweiten Hälfte der Show gab es dieses Ping-Pong- Interview. Zwei Künstler (Thees Uhlmann und Dear Reader) bekommen abwechselnd Fragen gestellt, die innerhalb kürzester Sekundenzeit beantwortet werden müssen. Die beiden letzten Antworten: “blond und Jungfrau”. STICHWORT! Das Ganze fühlt sich so komisch an, das ich selbst 4 Wochen danach beim Schreiben ins Stocken gerate :)
Normalerweise bin ich auf gigagkeinsten der Mensch, der sich da irgendiwe melden tut, geschweige denn ICH ruft, aber manchmal ist man einfach nicht normal ;) Man ahnt es bereits – “blond und Jungfrau” – da kann ja ausschließlich nur ich gemeint sein ;)

Wer die Sendung auf ZDF Kultur verpasst hat und mich unbedingt auf der Bühne sehen will spult bis Minute 37:00 vor und schaut sich ditt jetzt an :thumpsup: »TVnoir

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