Archive for January, 2011

Two channel distress

Heute ist Sonntag und an dieser Stelle veschwimmt das Bild und ich schwelge in Erinnerung.

Der Wecker klingelt morgens um halb 9. Was für ein Luxus an einem Wochentag. Die Vögel zwitschern und die Sonne scheint. Was für ein Luxus in Hamburg. Ich rekel mich im Bett und ZACK schießt es mir in den Kopf. :down: In Gedanken gehe ich meinen Katalog aus Schimpfwörtern durch und entscheide mich für “verdammt” – schreie es unter die Bettdecke. Es hilft ja nichts, also raus aus den Federn und wie ein Boxer den Ring betritt, schleiche ich ins Badezimmer. Was ein Tag. :down:
“Guten Tag Frau H.. Bitte füllen Sie eben noch diesen Bogen aus.” Ich kann den Kugelschreiber kaum festhalten und so zittert er fleißig über das Papier, trägt Name, Geburtstag und Adresse ein. Dann ein kurzer Ritt durch allmögliche Krankheiten, die ich alle mit Nein beantworten kann, das lässt mich ruhig werden. Dann zucke ich das erste Mal zusammen: HAUSÄRZTIN (im Falle eines Unfalls). Klar, im Falle von Tod möchte ich natürlich, dass meine Hausärztin es zu erst erfährt!
Weiter im Text: Rauchen ja, Alkoholgenuss? Ja Nein Ja Nein – ich lasse es frei, wanke zurück zum Empfangstresen und schaue in dieses grinsende Gesicht. Was für perfekte Zähne, denke ich mir.
Ich zucke das zweite Mal zusammen.
“Frau H., Bitte!”
“Frau ?., Danke”, denke ich mir und zitter auf die Zahnarzthelferin zu. Sofortige Disharmonie. ;-)
Und dann sitze ich auf diesem Stuhl, bin alleine und frage mich warum ich da schon sitze, wenn keiner Zeit für mich hat. Ich hätte doch noch Fische gucken können im Wartezimmer oder köngliche Geschichten lesen können. Soll ich hier in Ruhe ankommen, mich wohlfühlen? Im Radio läuft Depeche Mode und ich wünsche mir, dass es nach Himbeere riecht. Herr G. betritt den Saal, ist nett anzuschauen, ist freundlich – mir alles egal und während er mir meine Zähne erklärt, denke ich, dass er wohl in den Job nur so reingerutscht ist. Dann gibt es mehrere Stiche in Ober – und Unterkiefer und ich bin wieder alleine. Jut jut jut, ich warte auf bunte Farben und beruhigende Stimmen. Nichts dergleichen. Es vergehen gefühlt viele Lenze und plötzlich stehen Herr G. und Frau ? zu meiner Linken und Rechten. Okaaay, es geht los und für die nachfolgenden 45min stellen wir uns alle beruhigende Fahrstuhlmusik vor.


 

Es ist also vollbracht und gelitten wird hier auf 2 Kanälen. Schmerzen ohne Ende in den nachfolgenden TAGEN und mein Nikotinentzug. Ich erinnere mich wie ich vor ein paar Tagen zu meinem besten Freund sagte, dass ich gerne nicht mehr rauchen wollen würde. Man muss eben vorsichtig sein mit den Dingen, die man sich wünscht. ;-)
Mein Fazit: Tapferkeit sieht anders aus, Zahnärzte sind ganz gemeine Leute, Schmerzmittel machen nicht klug, ich liebe es Fleisch zu essen UND bis zur Hochzeit ist ja alles wieder gut! :-)

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Der Weisheit letzter Schluss

„Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug…

Ab morgen war ich das dann, denn morgen erlebe ich das Terror-Horror Szenario schlecht hin. Auf meiner Zahnarztakte steht in flüchtiger Schrift das Wort “Angst”. Richtig, ich bin einer dieser Zahnarztpatienten, die im Hausflur schon anfangen zu schwitzen, die Freundlichkeit der Sprechstundenhilfen als total daneben empfindet und auf dem Stuhl die Fingernägel ins Leder bohrt. :down: Apropos bohren… morgen ist dann Schluss mit Klugheit, Schluss mit glorreicher Weisheit, denn die Achter kommen raus. MORGEN, 10.30 MEZ . :down:

 
 

Meine kluge Krimikatze sagt ohnehin NEIN zu Süßigkeiten und JA zu: “an apple a day keeps the doctor away”. Denkste, Puppe!
Ich überlege, ob ich mir ein Supermankostüm schneidere, damit ich morgen unter Posaunengetöse aus der Praxis fliegen kann. Vielleicht werde ich unter dieser enormen, kaum auszuhaltenden Anspannung auf dem Stuhl auch just zum Hulk. Defintiv wird das morgen Kinoreif und an alle weisen, klugen Menschen da draußen: “Ich steh total auf Mitleid!” ;-)

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Krimi am Dienstagabend

Sie kann kein Wässerchen trüben, aber Türen verschließen. Said & Done und das ist die Übeltäterin des Krimis am Dienstag nach Feierabend.

 

Es folgt der Tatort!

  

Die Bilderreihe beschreibt das Drama, dass sich abgespielt hat, als ich mich NICHT in der Wohnung befand. Vielleicht ahnt man es, ;) nur die Bilder alleine machen noch keinen Krimi.

Ich betrete also gegen 17.30 Uhr das Haus, flotten Schrittes nach ganz oben, Schlüssel rein und fix umgedreht und BUMMS. Aus der sonstigen Routinesituation “nach Hause kommen” wird plötzlich folgendes. Ich ziehe die Tür nochmal ran, mache wieder auf und wieder BUMMS. OK, es wird Zeit zum realisieren der Gegenwart, Verabschieden der Zukunft (gemütlich zu Hause ankommen) und lieben der Vergangenheit (Zeit der Unwissenheit). Mein Blick fällt also auf die oben gezeigte SICHERHEITsvorrichtung aus Metall, nur leider von draußen. Puls steigt, Gesicht wird warm und die ersten Flüche werden formuliert. 3-mal schnell OK gesagt – Nachdenken – Scheiße denken – Puls noch schneller und drinnen mietzt die Katz. :down: Also nochmal: Tür ranziehen, Tür aufma… Nee, geht immernoch nicht. Ich schließe die Tür, bin nun wirklich in Eile, renne zum Laden um die Ecke – Werkzeug. Am besten eine Axt, ein Kran, ein Panzer – irgendwas. Bravo, ich habe einen handelsüblichen Kreuzschlitzschraubenzieher in der Hand. Gefühlte doppelte Anzahl an Stufen wieder hinauf, Schlüssel rein und fix umgedreht, Mietze katzt (oder so) ;) und ich realisiere, dass mir der Schraubenzieher gar nicht hilft. Alsoooo – atmen, erstmal das Atmen nicht vergessen. Drüben gibt es einen Polizisten, wenn der kein WERKZEUG zum TürenAUFBRECHEN :cry: hat. Die Uhr tickt weiter, ich habe alles, aber keine Zeit. Also was ich wirklich habe ist ein Polizisten, einen Hammer, einen Meißel und eine Säge. Immer gut, wenn man einen Plan hat. :idea:
Dreifache Anzahl an Stufen hinauf, Schlüssel rein und fix umgedreht – war was? :D

Da wird aus dem Krimi am Dienstagabend eine Routinesituation der Gegenwart: “gemütlich nach Hause kommen!” Peinlich berührt, sage ich dem netten Herrn Danke, verkrümel mich in meine Wohnung und bin wie immer für die Katze der Dosenöffner! Danke Charlotte, dass ich dem Polizisten die Geschichte von der Katze, die mich aussperrt, erzähle, du dir ins Fäustchen lachst und königlich dem ganzen die Krone aufsetzt und die Tür wieder entriegelst, als die Polizei da ist. Danke meine Charlotte, das Spielzeug von der Tür kommt ab!

Und dabei hat die Katze es nicht vermietzt. ;)

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Hej så länge

  

Das ist BARNSLIG ULVEN, er ist blau und weich und er hat Glück gehabt. Er hat es geschafft! :thumpsup:
ULVEN hat den Rechtfertigungstisch von IKEA überlebt. Der Rechtfertigungstisch ist tragisch wie wichtig. Der Weg dahin ist schwer. ABSCHIED, wenn einem die Argumente ausgehen, warum man Dinge braucht, die man nie gebraucht hat BEVOR man in diesen Laden gegangen ist. ;) ULVEN hat seinen Freund zurücklassen müssen, den BARNSLIG ÄLG. :cry: ULVEN vermisst den Älg, er ist traurig – aber der Älg hat einen Gruß geschrieben.

Die Wahrheit ist doch, dass nur die Käuferin traurig ist, dass sie den Kauf des Älgs nicht hat rechtfertigen können. Aber sie weiß: es gibt ein Wiedersehen. ;) Sorry myDear! :*

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Zurück in die Zukunft

Und wie das so ist, selten hat derjenige mit dem man am meisten telefoniert den gleichen Handyvertrag und das ist in Zeiten von Flatrates auch nur bedingt ein Problem. Ok! Der Weg führt also zum ZweItphone mit einer Prepaid Karte. ;-) Ok, Ok, OK – was muss es können? Also DIES auf jeden Fall, nicht zu vergessen DAS und besonders JENES und und und diese eine neue Funktion und NATÜRLICH muss es gut aussehen, schlankes Design und etwas zum Vorzeigen!

Hiermit starte ich einen Aufruf – wer hat es gesehen – das Handy, das von oben genannter Wunschvorstellung abweicht, weil es eigentlich nur eins kann: TELEFONIEREN. Oh Gott ist das öde, aber das Sagem MC922 ist mein erstes Handy gewesen. Und weil ich es vorzeigen will MUSS es gelb sein! :-)
Und wo ich mich schonmal erinnere – technisch immer vorne dabei – mein KnobelKlack. Ich vermisse es. :-(

Wer kann mir an diese Stelle ein heißen Tipp geben, wer hat heimlich die Geräte meiner Jugend in seinem Schrank? Bitte melden, es winkt tausend DANK :thumpsup:

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